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30.01.2009 - Segeberger Zeitung (Quelltext externer Link)
Neues Projekt: Kreis Plön will den "Aufstockern" helfen

Kreis Plön - 570 Menschen im Kreis Plön gehen einer geregelten Arbeit nach, können aber mit ihrem Einkommen sich und ihre Familie nicht ernähren. Der Kreis hilft den Betroffenen und übernimmt für sie die Mietkosten. In einem landesweit bislang einmaligen Projekt sollen diese Personen nun gezielt beraten werden, um Auswege aus ihrer finanziellen Misere zu finden.

"Aufstockerprojekt" heißt die Initiative, die gemeinsam vom Kreis, der Arge und der Beschäftigungsagentur Neuland getragen wird. Sie ist zunächst befristet auf ein Jahr.

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Foto von der Veranstaltung mit Begleittext

 
Foto von der Pressekonferenz
Foto: Schekahn
 

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120.000 Euro

120.000 Euro sind dafür im Kreishaushalt veranschlagt, wie Landrat Volkram Gebel am Freitag erläuterte. Geld, das sich allerdings rentieren soll. Wenn die "Aufstocker" mit ihrem Lohn erst einmal alleine zurecht kommen, spart der Kreis die Mietzuschüsse. 240 Familien und Einzelpersonen sollen zunächst angesprochen werden. Mindestens 80 von ihnen sollen nach der intensiven und auf den Einzelfall abgestellten Beratung danach ohne staatliche Hilfen auskommen können.

Wie geht das? Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Bei einer Teilzeitbeschäftigung könnte mit dem Arbeitgeber über eine Erhöhung der Stundenzahl gesprochen werden. Der Lebenspartner oder ein erwachsenes Kind, das bereits aus der Schule ist, könnte einen kleinen Nebenjob annehmen. Auch eine Fortbildung und infolgedessen eine Lohnerhöhung wäre eine Möglichkeit. Auch die persönlichen Lebensumstände könnten verändert und vielleicht Geld gespart werden.

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Start am Montag

Vier Mitarbeiter von Neuland werden am Montag mit den ersten Gesprächen beginnen. Zuvor sind die Familien angeschrieben und über das Projekt informiert worden.

Gerhard Kerssen, der Geschäftsführer der Arge, hält die Anstrengungen für "Aufstocker" für dringend geboten: "Es ist in einer Gesellschaft nicht hinnehmbar, dass Menschen, die acht Stunden arbeiten, von ihrem Einkommen nicht leben können."

Verfasser: Hans-Jürgen Schekahn

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